Wie wird die Verwaltung zur Partnerin der Wirtschaft?

 

Eine leistungsfähige Verwaltung ist ein Standortfaktor: Schnelle Verfahren, klare Zuständigkeiten und digitale Prozesse entscheiden mit darüber, ob Unternehmen investieren und sich langfristig an den Großraum Linz binden.

WiP Wakeboard

Warum ist das wirtschaftspolitisch relevant?

Die Verwaltungsqualität wirkt direkt auf die wirtschaftliche Dynamik eines Standorts. Rasche Verfahren verkürzen Investitionszyklen und reduzieren Kosten, transparente Zuständigkeiten erhöhen Planungssicherheit, digitale Prozesse senken Transaktionskosten. Eine serviceorientierte Verwaltung stärkt die Bindung bestehender Unternehmen und erleichtert Neuansiedlungen sowie Neugründungen. Gleichzeitig ist das ein starkes Signal, dass die öffentliche Hand eine verlässliche Partnerin der Wirtschaft ist, die Unternehmen aktiv begleitet und stabile Rahmenbedingungen für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung schafft.

Unsere Rolle

  • Strategin
  • Servicepartnerin
  • Koordinatorin

Strategische Maßnahmen zum Standortservice

Verfahren beschleunigen

Verfahren werden effizienter gestaltet und Entscheidungsprozesse beschleunigt

  • Digitales Bauverfahren implementieren
  • Verfahrensdauern systematisch reduzieren
  • Lehren aus dem Green Ammonia Linz (GrAmLi) nutzen, um Genehmigungsverfahren für innovative Industrieprozesse zu beschleunigen
  • Pilotprojekt zur Einführung von risikobasierten Prüfmodellen starten (innerhalb des gesetzlichen Rahmens)

Unternehmen erhalten klare Informationen, Zuständigkeiten und Ansprechpartner*innen

  • Bauservice-Center weiterentwickeln
  • One-Stop-Shop mit klarer Ansprechperson für Industrie und KMU etablieren
  • Bündelung von Angeboten (multilingual) zur besseren Orientierung
  • Erklärvideos zu wirtschaftsrelevanten Verfahren und Services entwickeln

Digitalisierung ausbauen

Digitale Prozesse reduzieren Aufwand und schaffen Transparenz.

  • Online-Formulare weiter ausbauen
  • Digitales Verfahrens-Tracking für Unternehmen ermöglichen
  • Digitale Genehmigung und Flächenkalender für die Nutzung des öffentlichen Raums
  • Digitale Genehmigung von Betriebsanlagen ermöglichen
  • Digitale Signaturen implementieren bzw. ermöglichen
  • Englischsprachige Verwaltungsangebote stärken

Experimentier- und Genehmigungsräume ermöglichen

Neue Technologien und Geschäftsmodelle benötigen oft flexible regulatorische Rahmenbedingungen. Ziel ist es, Innovationen rascher unter realen Bedingungen zu testen und regulatorische Unsicherheiten frühzeitig klären zu können. Die Bundesregierung hat im Regierungsprogramm und in der Industriestrategie angekündigt, Reallabore und Sandbox-Modelle – einschließlich KI-Reallabore gemäß EU AI Act – auszubauen, um innovative Technologien in einem geschützten rechtlichen Rahmen erproben zu können. Diese neuen Möglichkeiten wollen wir für den Wirtschaftsraum Linz aktiv nutzen und mitgestalten.

  • Beteiligung an regulatorischen Experimentier- und Reallaborformaten für Zukunftstechnologien
  • Unterstützung von Pilotprojekten in Bereichen wie Wasserstoff, Kreislaufwirtschaft oder KI
  • Nutzung der Stadt und ihrer Infrastruktur als Testumgebung für innovative Lösungen
  • Zusammenarbeit mit Bund, Land und relevanten Behörden bei der Entwicklung von Regulatory Sandboxes und KI-Reallaboren stärken

Stadt als Innovationskundin nutzen

Die öffentliche Hand kann Innovation beschleunigen, indem sie selbst als erste Anwenderin neuer Technologien auftritt. Durch „Innovation Procurement“ oder eine „First-Buyer-Rolle“ können neue Lösungen schneller erprobt und in den Markt gebracht werden.

  • Prüfung innovativer Beschaffungsmodelle für neue Technologien
  • Pilotprojekte mit Startups und innovativen Unternehmen
  • Nutzung städtischer Infrastruktur als Testumgebung für neue Lösungen
  • Stärkere Einbindung innovativer Unternehmen (KMUs und Startups) in öffentliche Ausschreibungen

Fazit: Ein klar positionierter Standort stärkt Investitionsentscheidungen, Fachkräftegewinnung und Identifikation gleichermaßen. Linz kann seine industrielle Stärke, Innovationsdynamik und den Mut zu Neuem zu einer konsistenten Standorterzählung verbinden. Wenn wirtschaftliche Realität und kommunikative Darstellung übereinstimmen, entsteht Vertrauen – und Vertrauen ist ein zentraler Standortfaktor.

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