Im Gespräch mit ... Haribo
Haribo steht seit über 100 Jahren für kindliche Freude und unbeschwerte Momente. Am Standort Linz, gelegen an der Industriezeile, verbindet das Familienunternehmen Tradition mit Innovation und ist ein bedeutender Pfeiler im internationalen Haribo-Universum. Rund 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter produzieren hier nicht nur die beliebten Klassiker wie Goldbären, sondern auch speziell für Österreich entwickelte Sorten wie Beerentraum, Softbärchen oder Almdudler.
Diese Produkte sind Ausdruck regionaler Verbundenheit und zeigen, wie lokales Know-how erfolgreich in marktspezifische Innovationen umgesetzt wird. Gerald Sivec, Standortleiter Haribo Linz, wurde von der Abteilung Wirtschaft und Innovation der Stadt Linz direkt im Werk besucht.
Linz als logistisches Zentrum und Exportdrehscheibe
„Die Bedeutung des Standorts Linz liegt nicht nur in der Versorgung des österreichischen Marktes: Durch die zentrale Lage in Europa ist Linz ein logistischer Knotenpunkt, von dem aus Produkte effizient in alle Himmelsrichtungen verteilt werden können – von Frankreich bis nach Asien“, erklärt Sivec die Wichtigkeit des Standorts in der Landeshauptstadt.
Etwa ein Drittel der Produktion bleibt in Österreich und der Schweiz, während zwei Drittel exportiert werden. „Damit ist Linz ein wichtiger Träger für den internationalen Erfolg von Haribo und sorgt dafür, dass die Freude an den Produkten weltweit geteilt wird“, führt er weiter aus.
Erweiterung und Modernisierung am Standort Linz
Um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden, wurde der Standort Anfang 2025 erfolgreich um 2.100 Quadratmeter erweitert und umfassend modernisiert. Neue Anlagen und ein höherer Automatisierungsgrad steigern die Effizienz und sichern die Wettbewerbsfähigkeit für die kommenden Jahre und Jahrzehnte. „Haribo denkt in Generationen und stellt dabei Umwelt, Mensch und wirtschaftlichen Erfolg gleichermaßen in den Mittelpunkt“, merkt Sivec an.
Die Modernisierung brachte dem Linzer Werk unter anderem eine energieeffiziente Lüftungsanlage, Lärmreduktionsmaßnahmen und eine verbesserte Dämmung. Noch 2026 wird zusätzlich eine Photovoltaikanlage installiert, um den ökologischen Fußabdruck weiter zu reduzieren.
Innovationskraft bei Verpackungen und im Produktportfolio
Auch bei den Verpackungen legt Haribo verstärkt Wert auf nachhaltige Technologien. „Die Folien sind bereits zu über 98 Prozent recyclingfähig, und es wird kontinuierlich an alternativen, umweltfreundlichen Lösungen gearbeitet, ohne Kompromisse bei der Produktqualität einzugehen. Denn die Verpackung muss nicht nur nachhaltig, sondern auch funktional sein, um die hohe Qualität unserer Fruchtgummis zu gewährleisten“, erklärt der Standortleiter.
Innovation zeigt sich bei Haribo nicht nur in der Technik, sondern auch im Produktportfolio. Während die Klassiker wie die Goldbären mit ihren sechs Farben und Geschmacksrichtungen unverändert bleiben, entwickelt das Unternehmen bis zu 20 neue Produkte jährlich, darunter auch einige vegetarische und vegane Produkte. Marktforschung und der direkte Dialog mit Kund*innen sind dabei wichtige Impulsgeber, um am Puls der Zeit zu bleiben. Konsumentenwünsche stehen dabei stets im Mittelpunkt.
Goldbären reichen 17-mal um die Welt
Ein spannender Fun Fact der erwähnenswert ist: Allein die weltweite Jahresproduktion der Goldbären reicht aus, um die Erde mehr als 17 mal zu umrunden – ein eindrucksvolles Zeichen für die Beliebtheit und den globalen Erfolg der Marke. Auf die Frage wie die Goldbären in diesem Beispiel angereiht wären evaluiert Sivec schmunzelnd: „Sie sind auf jeden Fall Hand in Hand miteinander verbunden!“
Zukunftsorientiert und regional verbunden
„Haribo Linz steht für Innovation, Nachhaltigkeit und internationale Ausrichtung – und bleibt dabei stets dem Anspruch treu, Freude in die Welt zu bringen“, erklärt Sivec stolz. Am Standort Linz stellt Haribo stets die Menschen in den Mittelpunkt. Das Unternehmen legt großen Wert darauf, ein attraktiver Arbeitgeber in der Region zu sein, der Tradition und Moderne verbindet.
Die gute Ausbildung in Österreich, insbesondere in Bereichen wie Maschinenbau und Lebensmitteltechnologie, ist ein weiterer Pluspunkt in Linz und dessen Umland. Daher sieht Sivec in zehn Jahren die Landeshauptstadt „nicht nur als stärksten Industriestandort Österreichs, sondern als Stadt auch führend in Kunst und Kultur positioniert.“
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