Im Gespräch mit ... Infineon 

Internationale Vielfalt und technologische Exzellenz: Einblicke in den Forschungsstandort Infineon Linz

Infineon Technologies Austria AG ist Teil des großen Infineon Netzwerks mit 80 weltweiten Standorten und mehr als 55.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Am Standort Linz arbeiten rund 180 Beschäftigte aus mehr als 28 Nationen im Bereich Hochfrequenz-Technologie. Der Standort ist auf Grund seiner Nähe zur Johannes Kepler Universität, zahlreichen Forschungseinrichtungen, und dem industriellen Umfeld optimal für die Bedürfnisse von Infineon als eines der forschungsstärksten Unternehmen in Österreich. Die Wirtschafts- und Innovationsabteilung der Stadt Linz traf Manfred Ruhmer, zuständig für das Management des R&D Ökosystems und lokaler Vertreter am Standort Linz.

Dekarbonisierung und Digitalisierung als Leitmotive

Auf die Frage, für was Infineon Linz stehe, antwortet Ruhmer: „Wenn Sie unser Gebäude betreten, werden Sie unseren Claim bemerkt haben, „Decarbonization and Digitalization, together! Die aktuelle Klimaveränderung macht es geradezu notwendig, mit energiesparenden Produkten auch das letzte Prozent an Effizienz zu gewinnen. Gleichzeitig forcieren wir mit unseren Produkten Digitalisierung, indem beispielsweise unsere Sensoren die analoge mit der digitalen Welt verbinden. Deswegen braucht man Innovationskraft in beiden Themenfeldern. Genau für diese stehen wir!“

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Radarsensoren und High-Tech-Komponenten aus Linz

Am Standort Linz entwickeln rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Produkte im Hochfrequenzbereich. Beispielsweise Radarsensoren im Bereich 77 GHz, die in modernen Fahrzeugen eingesetzt werden, um Funktionen wie den Abstandstempomaten mit automatischer Geschwindigkeitsanpassung zu realisieren, der das Fahren sicherer und komfortabler macht. Die Technologie gehe laut Ruhmer inzwischen so weit, dass Radarsensoren in Automobil-Applikationen nicht nur nach vorne, sondern auch in den Blindspot und nach hinten blicken können – etwa beim Einparken oder zur Erkennung von Gefahrenmomenten.

Neben Radarsensoren werden in Linz auch Komponenten wie Antennentuner und sogenannte „Low-Noise Amplifier“ entwickelt, die beispielsweise in Smartphones für besseren Empfang sorgen, selbst in Tiefgaragen, wo schwache Signale verstärkt werden müssen, um eine klare Sprachübertragung zu ermöglichen. Mit einem Schmunzeln erklärt Manfred Ruhmer, „Diese Chips sind mittlerweile kleiner als 1x1 mm“, somit kaum mehr mit freiem Auge sichtbar, auf die Frage, ob er uns eines der Produkte zeigen kann die Infineon Technologies in Linz entwickelt.

Linz spielt in der „Champions League“

Obwohl viele Hardwarehersteller inzwischen in Asien angesiedelt sind, ist Infineon Technologies Austria stolz darauf, als einer der wenigen europäischen Hersteller weiterhin in der „Champions League“ mitzuspielen und die technologische Entwicklung voranzutreiben. Insbesonders in der Entwicklung und Produktion von Energiesparchips, besonders relevant für die rasend schnell wachsenden KI-Rechenzentren, ist Infineon am Standort Österreich führend.

Aber auch die die globale Nachfrage nach Radartechnologie, etwa für autonom fahrende Taxis, zeigt, wie relevant und zukunftsweisend die Entwicklungen aus Linz sind. „Die meisten Autos und Smartphones enthalten Komponenten mit Technologie von Infineon.“, beschreibt Ruhmer sichtlich stolz.

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MINT-Förderung und soziale Verantwortung

Soziale und ökologische Aspekte sind ebenfalls wichtig: Infineon engagiert sich stark im MINT-Bereich und setzt sich für mehr Diversität ein. Der Frauenanteil liegt aktuell bei 21 Prozent, langfristig werden 50 Prozent angestrebt. „Die Arbeitsplätze sind modern und vielfältig, geprägt von internationaler Zusammenarbeit und interdisziplinärer Kommunikation. Die Unternehmenskultur ist offen und inklusiv – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Sprache. Das Team besteht aus Menschen verschiedenster Nationen und Disziplinen, was tatsächlich zu messbar besseren Ergebnissen und Innovationen führt.“, merkt Manfred Ruhmer an.

Infineon Linz versteht sich als Vorbild für gelebte Diversität und als Motor für gesellschaftlichen Zusammenhalt, gerade in Zeiten, in denen Polarisierung zunimmt. Diese Kombination aus Innovation, globaler Vernetzung und sozialer Verantwortung macht den Standort zu einem attraktiven und zukunftsfähigen Arbeitgeber und einem echten Vorreiter in Sachen Innovation am Standort Linz.

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