Im Gespräch mit ... LAT-Nitrogen
Das Unternehmen LAT-Nitrogen im Linzer Chemiepark blickt auf eine über 80-jährige Unternehmensgeschichte zurück und ist heute Teil des Agrofert-Konzerns, der europaweit 34.000 Mitarbeitende beschäftigt. Am Standort Linz sind 850 Mitarbeitende tätig, die gemeinsam für Kompetenz und Innovationskraft stehen.
Als Produktionsverbund aus Chemieanlagen und Kraftwerken stellt LAT-Nitrogen innovative Produkte auf Basis der Stickstoffchemie her, darunter Pflanzennährstoffe, die als Hauptprodukt einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Landwirtschaft leisten. Die Abteilung Wirtschaft und Innovation traf Dr. Leonhard Werner, den Geschäftsführer des Standorts Linz, im Chemiepark zu einem Austausch.
Chemie, die verbindet: LAT-Nitrogen-Produkte als tägliche Begleiter
LAT-Nitrogen schafft mit seinen Produkten die Grundlage für unser tägliches Leben. „Sie ermöglichen die Herstellung von Lebensmitteln, Reinigungsmitteln, Stahl, Holzwerkstoffen und Möbeln. Die Basischemikalien und Düngemittel sind essenziell für zahlreiche Industrien und finden sich in nahezu jedem Haushalt und Betrieb wieder. Es ist praktisch unmöglich, im Laufe des Lebens nicht mit einem Produkt von LAT-Nitrogen in Kontakt zu kommen – sei es durch Melaminharz in Möbeln, Harnstoffleim in Tischlerwaren oder Mineraldünger auf dem Feld.“, erklärt Leonhard Werner die Vielseitigkeit des Produktportfolios.
Effizienz und Verantwortung: Nachhaltigkeit als Unternehmensstandard
Trotz einer sehr energieintensiven Produktion, LAT-Nitrogen ist mit etwa 7% des österreichischen Erdgasbedarfs der größte industrielle Verbraucher des Landes, hatte das Unternehmen hatte stets den Anspruch, weltweit führend in Effizienz und Umweltschutz zu sein. Diesen Standard, erreichte das Chemieunternehmen bereits vor Jahren und baut diese Vorreiterschaft auch weiter stetig aus. Des Weiteren werden Ressourcen so sorgsam wie möglich entnommen, und die Produktion erfolgt so umweltverträglich wie es die Technologie erlaubt.
Die Mineraldünger geben dem Boden nur das zurück, was der Pflanze entnommen wurde, laut Werner „eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft, die das Gleichgewicht der Natur erhält.“ Die richtige Dosierung sei entscheidend, denn nur so bleibe die Balance zwischen Menschen und der Umwelt gewahrt. Auch im sozialen Bereich setzt LAT-Nitrogen Maßstäbe. Hochwertige Ausbildungsplätze, insbesondere in Chemieverfahrenstechnik, Mechanik und Elektrotechnik, sichern die Kompetenz der Mitarbeitenden und den wirtschaftlichen Erfolg.
Versorgungssicherheit in Krisenzeiten
Gerade in wirtschaftlich und geopolitisch unsicheren Zeiten sieht sich das Unternehmen als Teil der europäischen Versorgungssicherheit. Denn in Krisenzeiten zeigt sich, wie wichtig es ist, die Kapazitäten essenzielle Produkte auch in Europa herstellen zu können, zu wahren. LAT-Nitrogen gelingt es, selbst unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen weiterhin nachhaltig und überlebensfähig bleiben, um diesen gesellschaftlichen Auftrag zu erfüllen. „Europa muss es schaffen, die Dinge, die die Gesellschaft dringend zum Überleben braucht, auch in der Zukunft in einem gewissen Prozentsatz selbst herstellen zu können.“, appelliert Werner mit Nachdruck.
Synergien, Mentalität und faire Bedingungen als Linzer Erfolgsfaktoren
Als direkter Nachfolger der ehemaligen Chemie Linz, ist LAT-Nitrogen seit Jahrzehnten im Linzer Chemiepark ansässig. Die Lage an der Donau bietet ideale Voraussetzungen für die Produktion, da die Hauptrohstoffe Wasser, Erdgas und Luft sind. Besonders hervorzuheben ist ebenso die enge Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen im Chemiepark, die wirtschaftliche Vorteile und Synergien für alle Beteiligten schafft. Der Standort Linz sowie die Region Oberösterreich zeichnen sich durch eine wirtschaftsfreundliche und Industrienahe Mentalität und Kompetenz aus, die maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beitragen.
Im Hinblick auf die Zukunft betont Leonhard Werner die Bedeutung fairer politischer Rahmenbedingungen. „Nur wenn auch Importprodukte die gleichen Umwelt- und Effizienzstandards erfüllen, bleibt der Wettbewerb gerecht und der wirtschaftliche Erfolg gesichert.“ Dies solle insbesondere auch für Importeure und importierte Güter gelten, die aus dem EU-Ausland stammen.
Abschließend betont der Geschäftsführer nochmals, was den Standort Linz aus seiner Sicht ausmacht. „Die Mentalität der Menschen, die historischen Wurzeln des Chemieparks und das Miteinander“, schätzt Leonhard Werner.
Panorama Chemiepark Linz, Bild: LAT-Nitrogen GmbH
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