Im Gespräch mit ... MIC

Von Linz in die Welt: MIC Datenverarbeitung verbindet globale Lieferketten mit smarter Software

Die MIC Datenverarbeitung GmbH ist ein seit fast 40 Jahren bestehendes Unternehmen mit Hauptsitz in Linz, das sich auf Softwarelösungen im Bereich Zoll- und Außenhandels-Compliance spezialisiert hat. Ihre Software wird weltweit von großen produzierenden Unternehmen, insbesondere in der Automobilindustrie, eingesetzt und unterstützt den Export und Import in rund 55 Ländern.

In Linz beschäftigt MIC etwa 400 bis 450 Mitarbeitende und ist damit der größte Standort. Im Gespräch mit Alfred Hiebl, Managing Director der MIC Customs Solutions, bekam die Wirtschafts- und Innovationsabteilung der Stadt Linz wertvolle Einblicke in Themen rund um Zölle, Cloud-Lösungen und den Wirtschaftsstandort Linz.

Globale Ausrichtung und Nischenkompetenz

„Wir haben früh auf Internationalisierung gesetzt: Unser Softwareprodukt ist weltweit einsetzbar, internationale Standorte und Mitarbeitende prägen unsere DNA. Wir entwickeln, vermarkten und betreuen unsere spezialisierte Cloud-Lösung für globale Zoll- und Außenhandels-Compliance überwiegend in Linz. Unsere Nische erfordert spezielles Know-how, darin bleiben wir und sind erfolgreich. Unsere Software wird von nahezu allen großen Automarken genutzt und unterstützt Export und Import in rund 55 Ländern weltweit – ohne überall eigene Standorte zu haben.“, erklärt Hiebl das Erfolgsrezept von MIC.

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Zollsoftware als Schlüssel zur globalen Lieferkette

Zoll ist ein unverzichtbarer Teil der globalen Lieferkette, denn jedes Unternehmen, das international handelt, steht permanent vor der Herausforderung, Im- und Exporte korrekt und effizient abzuwickeln. Hiebl fügt hinzu: „Genau hier setzt unsere innovative Software an: Sie vereint alle Zollprozesse in einer Lösung und ermöglicht internationalen Konzernen, ihre komplexen Abläufe zentral zu steuern, ein oft unterschätzter, aber entscheidender Vorteil.

Besonders in der Automobilindustrie, wo Zölle bis zu 10–15 % betragen können, ist das Einsparpotenzial enorm.“ Laut dem Managing Director kommen mindestens die Hälfte der weltweit produzierten Autos in irgendeiner Form mit Software von MIC in Berührung, sei es direkt oder über Zulieferer.

Auch im E-Commerce, etwa bei Zalando, sorgt die Lösung der MIC dafür, dass täglich Millionen von Sendungen reibungslos exportiert werden. Hier brauchen Kunden große Zuverlässigkeit, denn funktioniert die Software nicht, steht der Warenfluss still.

„Technologisch haben wir uns von klassischen On-Premise-Lösungen vor Ort beim Kunden zur Cloud entwickelt und migrieren aktuell alle Kunden auf diese Plattform. Das ist entscheidender Schritt, um auch in Zukunft flexibel und effizient auf die ständig wechselnden Anforderungen im Zollbereich reagieren zu können.“, beschreibt Hiebl die neuste Innovation aus dem Hause MIC.

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Linz als Zentrum für Wachstum und IT-Talente

Auf die Frage, was er am Standort Linz schätze, antwortet Hiebl: „Linz ist unsere Geburtsstätte und bis heute das Herz unseres Unternehmens. Hier in der Hafenstraße gegründet, konnten wir dank der hervorragenden Ausbildungsstätten und dem Zugang zu Top-IT-Talenten stetig wachsen. Für uns als Softwareunternehmen sind nicht nur Stabilität und Infrastruktur entscheidend, sondern vor allem die Menschen: Unser Kern-Asset sind die Talente, die wir in Linz finden, Menschen, die nicht nur programmieren, sondern auch internationale Projekte stemmen und weltweit auftreten können.“ Weiters merkt er an, dass es MIC trotz Fachkräftemangel gelingt, internationale Talente nach Linz zu holen, weil die Stadt mit Lebensqualität und Wohlfühlfaktor punkte.

Zukunftsvision: Der Standort als IT-Hotspot und Innovationsmotor

Hiebl wünscht sich für die Zukunft des Standorts Linz, dass die Stadt und Region technologische Trends wie AI und Quantencomputing aktiv aufgreifen und zu ihren Stärken machen. „Dafür braucht es die enge Vernetzung von Unternehmen, Universitäten und öffentlicher Hand, um gemeinsam an einem Strang zu ziehen und IT als eigenständigen, starken Industriezweig zu etablieren, nicht nur als Anhängsel der produzierenden Industrie.“, merkt er an.

Wichtig sei laut dem Managing Director auch, dass Startups entstehen und wachsen können, wozu bessere Rahmenbedingungen und mehr Venture-Kapital nötig sein werden. „Schließlich soll Linz eine lebenswerte, attraktive Stadt bleiben, denn das ist die Basis für wirtschaftlichen Erfolg und Zugang zu Talenten aus aller Welt!“, sagt Hiebl über die Zukunft des Standorts.

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