Im Gespräch mit ... RUBBLE MASTER
Die Firma RUBBLE MASTER HMH GmbH, die 1991 in Linz gegründet wurde und fast ebenso lang im Gewerbepark Südpark in Linz-Pichling beheimatet ist, steht für innovative, mobile Brech- und Siebtechnik im Recycling von mineralischen Baustoffen und im Natursteinbereich.
Die meisten der global über 300 Mitarbeitenden sind am Hauptstandort in Linz beschäftigt. Die Abteilung Wirtschaft und Innovation der Stadt Linz, traf sich mit Werner Ammerer, dem Head of Global Marketing der RM Group, um über das Unternehmen, die Zukunft und den Standort Linz zu sprechen.
Kreislaufwirtschaft und Innovationsgeist als Unternehmens-DNA
Ammerer stellt gleich zu Beginn fest: „Das Unternehmen fördert die Kreislaufwirtschaft im Baubereich durch effiziente Maschinen und sieht sich als kompetenter Ansprechpartner und Experte für das Brechen und Sieben.
Die DNA von RUBBLE MASTER ist geprägt von Innovationsgeist, Effizienz und dem Anspruch, immer einen Schritt voraus zu sein – für Kunden, Umwelt und Gesellschaft“. Für das Unternehmen ist Internationalisierung ein zentraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie.
Mit einer Exportquote von 95 bis 98 Prozent und über 100 Handelspartnern weltweit sind RUBBLE MASTER-Produkte in mehr als 100 Ländern vertreten – von der arabischen Wüste bis zum arktischen Kanada.
Von der antiken Idee zur modernen Technologie
Das Konzept hinter der Technologie die RUBBLE MASTER aus Linz in die Welt trägt ist laut Ammerer eigentlich antik und seit ewig existent. „Große Steine in kleine zu verwandeln war schon immer ein Thema.“, merkt er an. Jedoch wurde sie durch das Unternehmen neu und innovativ gedacht.
Der Gründer und Ingenieur, Herr Gerald Hanisch (Bild 2), erkannte Anfang der 90er Jahre, dass es für das Recycling von Bauschutt keine passenden, kompakten Maschinen gab. Mit der Entwicklung spezieller kompakter Brechanlagen für kleine Baufirmen und Gemeinden wurde RUBBLE MASTER zum Pionier in der Kreislaufwirtschaft. Ziel war es, mineralische Baustoffe wie Beton oder Asphalt nach dem Abriss wiederzuverwenden und so Ressourcen zu schonen sowie die Umwelt zu entlasten.
Die Verbindung von ökologischen und ökonomischen Vorteilen – sinnvolles Recycling und wirtschaftlicher Nutzen – prägt bis heute die Unternehmensphilosophie. So hat RUBBLE MASTER nicht nur den europäischen Markt geprägt, sondern arbeitet weltweit mit Behörden zusammen, um Recyclingstandards zu etablieren, etwa in Mexiko und Indien.
Herausforderungen und Erfolge auf dem internationalen Markt
„Diese globale Präsenz bringt vielfältige Herausforderungen, etwa unterschiedliche Anforderungen und Denkweisen zum Thema Recycling, aber auch Vorteile wie die Möglichkeit, wirtschaftliche Schwankungen in einzelnen Regionen durch internationale Märkte auszugleichen.“, erklärt Ammerer als wir auf die geopolitische Lage und lokale Eigenheiten zu sprechen kommen.
Bei Konkurrenten, die Jahre zuvor bereits Maschinen in größeren Dimensionen bauten, wurde RUBBLE MASTER aufgrund der kompakten Maße lange Zeit belächelt und als nicht notwendig abgestempelt. Mittlerweile werden Maschinentypen aber bereits nachgeahmt und viele ehemals belächelte Ideen sind Branchenstandard geworden.
Standort Linz: Qualität, Know-how und Zukunftsperspektiven
RUBBLE MASTER ist fest mit dem Standort Linz verwurzelt, hier wurde das Unternehmen gegründet und es wurde bewusst entschieden, auch weiterhin in Linz zu bleiben. Werner Ammerer beschreibt: „Die Region Oberösterreich, insbesondere der Linzer Raum, gilt als Zentrum für Industrie und Maschinenbau und bietet ein großes Potenzial an Fachkräften mit umfassendem Know-how.“
Im Vergleich zu Mitbewerbern, die in anderen Regionen produzieren, hebt sich RUBBLE MASTER durch die Qualität und Innovationskraft aus Linz ab und ist stolz auf diesen Standort. „Die Ausbildung in Österreich, speziell in Oberösterreich, ist ein großer Vorteil und sollte auch künftig weiterentwickelt werden, um den Anschluss an internationale Entwicklungen, etwa im Bereich Digitalisierung und künstliche Intelligenz, zu halten.“, merkt Ammerer zum Ende des Gesprächs an.
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