Im Gespräch mit ... Smarter Ecommerce GmbH
Die Smarter Ecommerce GmbH – kurz SMEC – mit Sitz in der Tabakfabrik und 90 Mitarbeitenden aus 19 Nationen, setzt auf Innovation im Digital-Advertising und soziale Verantwortung.
Jan Radanitsch, Geschäftsführer und Mitgründer von SMEC, bringt gleich zu Beginn unseres Gesprächs die Dynamik und Philosophie die SMEC täglich antreibt auf den Punkt: „Wir sind gestartet mit der Idee, einen Teilbereich im Digital-Advertising zu innovieren, zu automatisieren. Noch heute treibt uns diese permanente Innovation, gepaart mit echter Expertise, an würde ich sagen. Unser Anspruch ist immer, in dem was wir machen die Besten zu sein.“
Flexibilität und Zusammenhalt in herausfordernden Zeiten
Ein unvorhersehbarer Vorfall sollte dieses Mindset jedoch auf Herz und Nieren testen. Als Google aufgrund einer EU-Strafe von 2,4 Mrd. Euro über Nacht die Regeln für Shopping-Ads änderte, stand SMEC vor dem Verlust des bisherigen Geschäftsmodells. In nächtlichen Sitzungen entwickelte das Team innerhalb einer Woche eine neue Preisvergleichsplattform und überzeugte die Kunden in einer sechswöchigen Sales-Rallye, nicht zu wechseln. So wurde ein zusätzlicher Jahresumsatz von 1,5 Mio. Euro für das damals 70-köpfige Unternehmen erzielt.
Radanitsch erinnert sich an diese Situation als „Damoklesschwert, das über uns hing, was jedoch den resultierenden Erfolg noch einmal besonderer machte.“ Denn die schnelle, innovative Reaktion und der Zusammenhalt führten zum Erfolg und zur internationalen Ausrollung des Modells. Das Projekt steht beispielhaft für die Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit von SMEC.
Internationales Wachstum mit regionalen Wurzeln
Diese Expertise wird von Linz aus bereits erfolgreich in die Welt getragen und erreicht zurzeit Kunden aus über 50 Ländern. Der weltweite Export, wird zusätzlich durch Niederlassungen in Wien und London. Bei aller internationalen Ausrichtung, ist Radanitsch jedoch auch die regionale Verbundenheit wichtig, weshalb das Headquarter auch in Zukunft am Peter-Behrens-Platz bleiben wird.
Dies kommt nicht unerwartet, denn Radanitsch schätzt am Standort Linz besonders das gute Arbeitskräfteangebot, die Nähe zu Ausbildungsinstituten wie Fachhochschulen und Unis, sowie die angenehme Atmosphäre und Kompaktheit der Stadt. „Linz bietet ein spannendes Verhältnis aus Größe, Dynamik, kulturellem Angebot und Grünflächen.
Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen ist positiv, der Wettbewerb um Talente fair.“, so der Geschäftsführer. Für die Zukunft wünscht sich Radanitsch Investitionen in internationale Attraktivität und den Ausbau von Ausbildungsstätten, um Linz für internationale Fachkräfte noch attraktiver zu machen. In 10 Jahren sieht er den Standort: „Weltoffen, hochdynamisch, mit einer guten internationalen Reputation, noch weiteren IT-Aushängeschildern und trotzdem hoch lebenswert.“.
Soziale Verantwortung und Unternehmenskultur
Von einem sozialen Standpunkt aus blickt SMEC des Öfteren über den Tellerrand und pflegt eine offene und verbindende Firmenkultur. Trotz branchenüblicher Fluktuation gibt es viele „Long-Stayer“ und ehemalige Mitarbeitende (liebevoll „Smecies“ genannt), die regelmäßig zu Veranstaltungen oder Mittagessen zurückkehren – ein Zeichen für starke Verbundenheit und Wertschätzung.
Getreu dem Motto „Sharing our Success“ werden regelmäßig Teile des Profits für soziale und regionale Projekte gespendet, auch in schwierigen Jahren. Jeder Mitarbeitende kann Vorschläge einbringen, die dann gemeinsam umgesetzt werden können – Beispiele hierfür sind unter anderem kostenlose Kampagnenoptimierungen für NGOs oder Bildungsprojekte in Nigeria.
Interaktive Projekte, Beteiligungsformate und Hinweise zu unseren Veranstaltungen findest du auf