Transformieren:
Die Linzer Wirtschaft im Wandel
Als einer der wichtigsten Industriestandorte Europas spielt Linz eine besondere Rolle beim Klimaschutz. Ein großer Teil der österreichischen Treibhausgasemissionen entsteht durch die lokale Industrie. Gleichzeitig ist genau diese Industrie das Fundament für den Wohlstand unserer Stadt und ein zentraler Standortvorteil für Linz. Neben gesamtstädtischen Klimaschutzmaßnahmen, ist auch die Industrietransformation ein Schlüsselelement, um ein innovativer und wettbewerbsfähiger Standort zu bleiben. In Linz gibt es dazu drei wesentliche Säulen der Nachhaltigkeit:
Genau darin liegt die Chance: Mit Innovationskraft, starken Unternehmen und zukunftsfähigen Technologien gestaltet Linz den Wandel und verbindet wirtschaftliche Stärke mit Klimaschutz für langfristigen Wohlstand.
Linz ist ein starker Wirtschaftsstandort mit Industrie, Innovation und Forschung. Genau diese Stärken nutzt die Stadt, um einen wichtigen Zukunftsschritt zu gehen: Linz hat sich das Ziel gesetzt bis spätestens 2040 seinen Treibhausgasausstoß im Vergleich zu 2019 um mindestens 90 Prozent reduzieren.
Dafür wurde gemeinsam mit Vertreter*innen aus Industrie, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Stadtgesellschaft zwei Jahre lang an einem konkreten Plan gearbeitet. Kernstück bilden 52 Maßnahmen, die zeigen, wie Linz auch für zukünftige Generationen den hohen Wohlstand sichert.
Die erste, und somit eine wesentliche Maßnahme des Linzer Klimaneutralitätskonzeptes, ist die Steuerung und das Monitoring über die Fortschritte. Wichtig sind
Diese Aufgabe geht in vielen Bereichen deutlich über die Grenzen des Magistrats hinaus, zumal auch viele städtische Unternehmen, wie z.B. die LINZ AG an Maßnahmen beteiligt sind. Des Weiteren werden für viele Daten, wie z.B. im Bereich der Mobilität oder des Konsums auch das Land OÖ sowie bundesweit agierende Institutionen eingebunden. Diese Erhebungen sind ein wesentlicher Faktor um Zielpfade und Pläne zu entwickeln, diese zu Steuern und somit langfristig eine nachhaltige Transformation umsetzten zu können.
Wie wird eine Stadt klimaneutral und bleibt gleichzeitig ein starker Wirtschaftsstandort mit hoher Lebensqualität? Genau daran arbeitet Linz im Projekt Linz mit Ambitio3xn.
Als Teil der Mission Klimaneutrale Stadt des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur erarbeitet Linz Lösungen für Energie, Mobilität und Kreislaufwirtschaft im Pilot-Stadtteil Franckviertel.
Dabei entstehen klimaneutrale Bau- und Sanierungsstandards mit der GWG Linz, während die LINZ AG die Energieinfrastruktur schrittweise dekarbonisiert. Gleichzeitig wird auf gesamtstädtischer Ebene ein Treibhausgas-Monitoring aufgebaut, um den Fortschritt am Weg zur Klimaneutralität zu erfassen. Aktuell arbeitet das Projektteam an 19 der insgesamt 52 Maßnahmen des Klimaneutralitätskonzepts.
Nicht alle Industrien können rein mit Hilfe von erneuerbaren Energien und Effizienzmaßnahmen ihre Klimaziele erreichen. In den sogenannten „Hard-do-abate“ Sektoren, dazu zählt unter anderem die Zementindustrie, wird auch in Zukunft prozessbedingt CO2 anfallen. Andere Industriebereiche, wie die Chemieindustrie, wird in Zukunft einen großen Bedarf an diesen Molekülen haben.
Genau hier setzt das Carbon Management an, welches genau diese Sektoren miteinander verbinden soll, um diese Industrie miteinander zu verbinden. Wichtige Hebel sind:
Carbon Management ist somit ein weiter wichtiger Baustein, um die Linzer Klimaziele gemeinsam mit der ansässigen Industrie zu erreichen!
Damit Linz eine nachhaltige Industriestadt werden kann, braucht es nicht nur eine innovative und moderne Stadtverwaltung, es braucht auch alle, die in der Stadt leben und arbeiten. Dazu ist es wichtig, gemeinsam Schritte zu gehen und die Transformation voranzutreiben. In innovativen Pilotprojekten ist die Stadt Partnerin, Vorbild, Unterstützerin aber auch Fördergeberin und zeigt damit gemeinsam mit den Linzer*innen wie Nachhaltigkeit in die Praxis umgesetzt werden kann.
Interaktive Projekte, Beteiligungsformate und Hinweise zu unseren Veranstaltungen findest du auf